Mythen und Fakten zur häuslichen Gewalt

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Opfer weiblicher Gewalt
Ich bin froh, dass das Tabuthema "Gewalt durch Frauen" endlich auf den Tisch kommt. Denn bei mir zu Hause war es meine Mutter, von der die Gewalt ausging. Sie hat meine Schwester im Säuglingsalter gegen die Wand geknallt, so dass diese mehrere Rippenbrüche erlitt. Und auch mich hat sie Grün und Blau geschlagen, Kochlöffel auf meinem Kopf und Rücken zertrümmert, mich durch eine verschlossene Türe geschlagen, so dass diese mit samt Rahmen zu Boden fiel, ... Ich könnte unendlich fortfahren, nicht nur mit Erfahrungen körperlicher Gewalt durch meine Mutter, sondern auch psychischer Gewalt. Wie sehr das Thema "Gewalt durch Frauen" ein gesellschaftliches Tabuthema ist, musste ich in meinen Therapien erleben, die ich u.a. aufgrund meiner Erfahrungen mit meiner Mutter begann. Über meinen Vater konnte und kann ich nichts Negatives sagen - eine Tatsache, die im Rahmen einer Psychoanalyse als "Idealisierung" bezeichnet wurde. Obwohl ich detailliert das Verhalten meiner Mutter beschrieb, wurde die Ursache für meine Symptome dennoch bei meinem Vater gesucht, eine Suche, die in dem Postulat mündete,mein Vater hätte mich sexuell missbraucht - was ich natürlich verdrängt und völlig vergessen hätte. Bei Interesse kann meine Erfahrung hier http://www.induzierte-erinnerungen.com/viewtopic.php?t=87 nachgelesen werden. Die Gewalt, die von meiner Mutter ausging, fand kaum Beachtung. Der Fokus lag in meinen Therapien auf meinem Vater, der mir irgendetwas angetan haben muss, denn schließlich bin ich weiblich und damit automatisch ein Opfer mämmlicher Gewalt. Mir erscheint der Kampf gegen die Gewalt, der in erster Linie von kinderlosen und lesbischen Feministinnen geführt wird, heuchlerisch. Denn wenn es ihnen wirklich um das Thema "Gewalt" an sich gehen würde, dann würden sie auch die Gewalt an sich bekämpfen, und zwar ungeachtet dessen ob die Gewalt von Männern oder Frauen verübt wird. Doch das tun sie nicht, sie bekämpfen die Männer und setzen jeden Mann unter Generalverdacht. Und wenn es ihnen wirklich um "Kampf gegen die Gewalt" gehen würde, dann wären sie nicht so bestrebt, Gewälttäterinnen in den eigenen Reihen zu schützen, Gewalt durch Frauen an Männer und Kinder zu vertuschen oder Gewalt durch Frauen zu verharmlosen. Mir scheint es, als gehe es nur darum, den Mythos von der hilflosen,hamonieliebenden, gewaltfreien Frau und dem brutalen und gewalttätigen Mann auf Biegen und Brechen - durch Leugnung der Tatsache, dass auch Frauen Gewalt verüben oder durch Verharmlosung weiblicher Gewalt - aufrechtzuerhalten. Würden Feministinnen zulassen, dass jemand an diesem Mythos kratzt, dann würde das bedeuten, dass auch Frauen gezwungen wären, Verantwortung für ihr Verhalten und für sich selbst zu übernehmen. Jenny http://www.induzierte-erinnerungen.com
Posted by Jenny-Doe on 31 August, 2009 - 08:03