INHR kritisiert schon seit Jahren die Missstände in der Jugendwohlfahrt und in den Kinderheimen und fordert dringende Abhilfe. 12.000 Kinder leben derzeit in Heimen und sind teilweise unglaublichen Zuständen ausgesetzt.
Die Experten zum Missbrauch in den Tiroler Heimen tagen letztmalig. Geld für Therapien sowie eine Jugendwohlfahrt „neu“ werden gefordert.
Behörden nahmen Anzeigen nicht ernst.
Jugendamt Wien arbeitete mit Aichhorn-Haus nach Sex-Prozess weiter.
Opposition fordert Aufklärung und Kontrolle aller Heime.
Ein Jugendamt steckte den Sohn eines Welsers in ein „Behindertencamp“ in Baden-Württemberg. Dies auf Betreiben der Mutter. Pikant: Sie arbeitet selbst als Juristin bei der Jugendwohlfahrt. Im Heim erkrankte das Kind an der Krätze und wurde misshandelt.
Tirols Soziallandesrat Hannes Gschwentner sieht 2008 Handlungsbedarf. So sollen unter anderem bei SOS Kinderdorf, Jugendland und dem Kinderheim Axams neue Fremdpflege Plätze geschaffen werden. »Während noch 2005 rund 580 Kinder aus ihren Familien genommen werden mussten, waren es 2006 über 622 Minderjährige. Dem bedrückenden Resumè des roten Fraktionsabgeordneten zufolge, eine satte Steigerung von mehr als 10 Prozent.