Immer öfter spielen Jugendämter Schicksal, holen Kinder gegen den Willen der Eltern aus ihrer Familie. Sie müssen sich nicht einmal dafür rechtfertigen. Und eine Kontrollinstanz gibt es nicht.
Die Ideen der Verantwortlichen für die Kärntner Jugendwohlfahrt, DSA Christine Gaschler-Andreasch (SPÖ), werden immer seltsamer. Für Kinder, die von den „Fachleuten“ der Jugendwohlfahrt nicht mehr betreut werden können, sollen demnach spezielle neue Einrichtungen geschaffen werden. Ist das die Wiedergeburt der ehemaligen geschlossenen Kinderheime?
Tirols Soziallandesrat Hannes Gschwentner sieht 2008 Handlungsbedarf. So sollen unter anderem bei SOS Kinderdorf, Jugendland und dem Kinderheim Axams neue Fremdpflege Plätze geschaffen werden. »Während noch 2005 rund 580 Kinder aus ihren Familien genommen werden mussten, waren es 2006 über 622 Minderjährige. Dem bedrückenden Resumè des roten Fraktionsabgeordneten zufolge, eine satte Steigerung von mehr als 10 Prozent.