Was kann zum Burnout führen?

Was kann zum Burnout führen? reichmann Fr., 04.11.2011 - 11:55

Zur Frage "was kann zum Burnout führen?" besteht bisher kein einheitliches
Meinungsbild. Manche Wissenschaftler betonen Faktoren wie Mangel an Autonomie, Rollenkonflikte, zu hohe Erwartungen, Unklarheiten in den hierarchischen Strukturen, inadäquate Ziele und Konzepte, unzureichende Unterstützung durch Vorgesetzte usw. Andere weisen vor allem auf Beziehungskonflikte hin, was dann tatsächlich Berufe mit Patienten, Kunden, Schülern usw. besonders anfällig macht. Wieder andere betonen die Diskrepanz zwischen dem anfänglich hohen Engagement ("lodern"), verbunden mit ggf. irrealen persönlichen Erwartungen und der desillusionierenden Realität.

Was heißt das alles konkret? Nachfolgend in Stichworten die häufigsten Ursachen, wie sie beim Burnout-Syndrom immer wieder genannt werden (wobei dauernd neue Belastungsformen hinzukommen):

  • Hohe Arbeitsbelastung;
  • schlechte Arbeitsbedingungen;
  • Zeitdruck oder zu großes Pensum in einem zu eng gesteckten Zeitrahmen, vor allem stoßweise;
  • schlechtes Betriebsklima;
  • wenig tragfähige Beziehungen zu den Mitarbeitern;
  • wachsende Verantwortung;
  • Nacht- und Schichtarbeit, vor allem dort, wo man sich nicht arbeitsphysiologischen Erkenntnissen anpassen will oder kann;
  • unzulängliche materielle Ausstattung des Arbeitsplatzes;
  • schlechte Kommunikation unter allen Beteiligten (Arbeitgeber, aber auch Mitarbeiter untereinander);
  • zu geringe Unterstützung durch den Vorgesetzten;
  • wachsende Komplexität und Unüberschaubarkeit der Arbeitsabläufe und -zusammenhänge;
  • unzureichender Einfluss auf die Arbeitsorganisation; Hierarchieprobleme;
  • Verwaltungszwänge;
  • Verordnungsflut (gestern neu, heute zurückgenommen, morgen modifiziert usw.);
  • Termin- und Zeitnot;
  • unpersönliches, bedrückendes oder intrigenbelastetes Arbeitsklima, vom Mobbing ganz zu schweigen;
  • ferner ständige organisatorische Umstellungen, ohne die Betroffenen in Planung und  Entscheidung einzubeziehen, bei Misserfolgen aber verantwortlich zu machen;
  • zunehmende, immer neue und vor allem rasch wechselnde Anforderungen;
  • zuletzt die wachsende Angst vor Arbeitsplatzverlust u.a.m.