INHR-ERFOLG: SOS Kinderdorf zieht Leiterin heimlich ab!

: Fr., 29.06.2007 - 14:59 By: LittleBuddha

Gerne sonnen sich die Verantwortlichen von SOS Kinderdorf Österreich im Scheinwerferlicht der Medien. Da schwirrt in Hinterbrühl schon mal schnell eine Opern Diva ein, gefolgt von unzähligen Journalisten und sogar die Baustelle in Rechberg ist ständiges Magnet für Berichterstattung in den hiesigen Zeitungen. Nachdem allerdings die Dorfleiterin des SOS Kinderdorf Pinkafeld abgezogen wurde, fand weder eine kostenpflichtige Aussendung über die APA (Austria Presseagentur) statt, die im übrigen durch Spendengelder finanziert werden, noch sah man sich zu einer Pressekonferenz berufen. Offenkundig beruht die Postenrochade auf Recherchen des Int. Network of Human Rights und dem Enthüllungsjournalisten Stephan Pfeifhofer, der noch heuer über die Missstände in österreichischen SOS Kinderdörfern ein Buch herausgeben möchte!

Bereits im August 2003 musste sich der Vorgänger von Doris Wild einige Vorwürfe gefallen lassen, weshalb Doris Wild 2004 dessen Nachfolge antrat. Die Psychologin aus Steyr hat offenkundig nicht nur ein fragwürdiges Kinderdorf übernommen, sondern sogar den bestehenden Missständen freien Lauf gelassen.

Auslöser war eine 1 1/2 stündige Belehrung des einstigen Dorfleiters von Pinkafeld. Dieser habe im August 2003 einen 13 jährigen Buben satte eineinhalb Stunden vor Betreuern und Kindern geschlagen. Damals waren die Verantwortlichen in Pinkafeld wenig von dessen Schuld überzeugt und erst auf Druck 2004 zu einem Personalwechsel bereit.

Vergangenes Jahr meldete sich beim Int. Network of Human Rights eine besorge Mutter mit brisantem Foto- und Videomaterial. Ihre 3 Kinder sind im SOS Kinderdorf Pinkafeld auf mysteriöse Weise bei der Kinderdorffamilie Ingrid Mühl untergebracht. Auf einem der Fotos war klar zu sehen, wie ein einjähriges Kind an alten Windeln leiden muss. Eine Kinderärztin konnte gegenüber INHR bestätigen, dass es sich hierbei um einen Ausschlag handelt, der hervorgerufen wird, wenn man einem Kind nicht die Windeln wechselt.

Daraufhin hat sich Journalist und Enthüllungsreporter Stephan Pfeifhofer auf Spurensuche begeben und natürlich die burgenländischen Behörden der Jugendwohlfahrtsabteilung rund um Frau Stern-Bauer im Amt der Burgenländischen Landesregierung von den Vorfällen in Kenntnis gesetzt.

Beim Dachverband der österreichischen Kinderdörfer in der Innsbrucker Stafflerstraße wollte man davon nichts wissen. Ganz im Gegenteil wie Heinz Modlik von SOS Kinderdorf betont: "Da ich in Innsbruck arbeite, kann ich dazu nichts sagen und verweise an die zuständigen Jugendwohlfahrtsbehörden!".

Dort zeigt man sich fassungslos, weshalb ein Mitarbeiter, bei SOS Kinderdorf Österreich zuständig für Materialbeschaffung, von den Vorgängen in Pinkafeld keine Kenntnis hat. Ein Schreiben das der Redaktion von XlargE Investigativ TV zugespielt wurde, bestätigt nämlich, wie Herr Modlik im SOS Kinderdorf Hinterbrühl die Entsorgung von neuen Sachen gegenüber einer Entsorgungsfirma beauftragt hat. Weitere Recherchen haben ergeben, dass diese Entsorgung auf Kosten von Spendengeldern durchgeführt wurde.

Unterdessen ist als neuer Leiter für das SOS Kinderdorf Pinkafeld Bernhard Wita bestellt worden, wie aus weiteren internen Unterlagen, dem Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer vorliegend, hervorgeht.

Pikantes Detail am Rande: Der betroffenen Mutter wurde per Verfügung durch das Magistrat Klagenfurt verboten, dass Angehörige und Verwandte der Kinder ins SOS Kinderdorf Pinkafeld kommen dürfen. Des weiteren versagte die Behörde weitere Fotos und Filmaufnahmen bei Besuchskontakten von den Kindern anzufertigen.

Im Weblog der Kinderdorfmutter Alexandra unter http://soskinderdoerfer.wordpress.com/ wird eine schier heile Welt und gute Beziehung mit den leiblichen Eltern zelebriert. Was im Blog nicht zu finden ist, den leiblichen Eltern werden oft nur Besuchszeiten von 1/2 Stunde pro Monat eingeräumt und selten wöchentliche Telefonkontakte zugestanden.

Eine leibliche Mutter die Kinderdorfmutter Alexandra kennt, hat sich unterdessen dem Journalisten Stephan Pfeifhofer anvertraut und berichtet, dass im August 2005 die sechsjährige Franziska bei dieser Frau untergebracht war und unter mysteriösen Umständen beim Spielen verstarb. Die leiblichen Eltern von Franziska wären laut Aussage dieser Mutter nicht einmal zum Begräbnis zugelassen worden, geschweige denn hätten sie ihre Tochter auf der Intensivstation besuchen können.

Seltsam findet Journalist Stephan Pfeifhofer die Tatsache, dass dieser Webblog als Impressum den deutschen SOS Kinderdorfverein ausweist. Offenbar sollen so mögliche Klagen der leiblichen Eltern, dessen Kinder auf dem Blog abgebildet werden, so erschwert werden, denn die Kinderdorffamilie ist im SOS Kinderdorf Seekirchen (Salzburg) einquartiert.

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