STEYR: Jugendwohlfahrt verschlingt Unsummen

: Di., 28.11.2006 - 12:51 By: LittleBuddha
  Wer hätte das gedacht. In Steyr / Oberösterreich hat
es die Sozialdemokratische Partei Österreich kurz
SPÖ unter Federführung des Bürgermeisters Ing. David
Forstenlechner (SPÖ) glatt geschafft. Innerhalb von 10 Jahren haben sich die Kosten der Jugendwohlfahrt nämlich verdreifacht!

Mit dem Projekt "YES" soll dieser Skandal nun verniedlicht werden, wie Bürgermeister Forstenlechner die breite Öffentlichkeit wissen lässt. Sogar die Sozialhilfeleistungen sind innerhalb von 4 Jahren um das fünffache gestiegen.

Da stellt sich der mündige Steuerzahler natürlich die Frage wohin mit dem Geld? Das Int. Network of Human Rights weiß wieviel die Fremdunterbringung von Minderjährigen Kindern und Jugendlichen kostet und zeigt ein Fallbeispiel aus Oberösterreich, dass für ein fast 2 jähriges Kind in einer fragwürdigen Krisenpflege 90,00 Euro am Tag fließen. Involviert sind einschlägige Pflegschaftsvereine. Andere Betroffene berichten von Taggeldern die weit mehr als Euro 150,00 betragen. Dabei bleiben Kinder mit ihren Therapien dennoch auf der Strecke und Jugendliche kriminalisieren sich in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften, wie mehrere Medienberichte belegen!
Kurios und bemerkenswert zugleich scheint die Auffassung des Steyr Bürgermeisters Ing. David Forstenlechner (SPÖ). Seiner Ansicht nach muss etwas getan werden, obgleich die SPÖ bereits viele Jahre auf das Wesen der österreichischen Jugendwohlfahrt, so auch in der Stadt Steyr, regen Einfluß nimmt. Die einzigen Kinderheime der roten Zunft wurden durch ratifizierte Heim Offensiven in adäquate und familienähnliche Wohngruppen umgestaltet.

»EHEMALIGE HEIMKINDER IM VISIER DER JUGENDWOHLFAHRT«

Einstige Heimkinder haben es allerdings nicht besser, wie Betroffene dem Int. Network of Human Rights lebensnah berichten. So müssen sich Mütter die einst im Heim oder einer Wohngruppe gelebt haben auch mit ihren eigenen Kindern dem Jugendwohlfahrtsträger offenbaren. Solche Eltern gelten gerne als "erziehungsunfähig" und erfüllen nur selten die strengen Normen vom Amt.

»DAS FALLBEISPIEL AUS OBERÖSTERREICH«

Ob dabei nicht schon mal schnell übertrieben wird, zeigt ein Fall aus Oberösterreich. Bernd* und Jolanda* haben einen gemeinsamen Sohn und haben sich in einer Wohngruppe des Verein Pro Mente kennengelernt. Bernd* hatte ein Alkoholproblem und Jolanda* leidet unter einer psychischen Störung. Gemeinsam sind sie die Eltern des 16 Monate alten Fritz* der seit seiner Geburt in einer Krisenpflegefamilie lebt. Bei Gericht wollte das Jugendamt der Pflege und Erziehung des Buben bei seiner Tante zustimmen, nachdem der Richter dazu angeraten hat. Nach ergangenen Beschluss änderte der Jugendwohlfahrtsträger plötzlich seine Meinung und erhob Einpruch. Die Begründung stützt sich auf ein Gutachten des Psychosozialen Dienstes der OÖ-Landesregierung das aber kein Gutachten ist, sondern lediglich eine psychologische Stellungnahme über die Risken und Chancen einer solchen Pflegschaft bei der Tante und dem Onkel von Fritz*. Tatsächlich fließen alleine in diesem Fall jeden Monat Unsummen, wobei die beteiligten Vereine wie der Pflege- und Adoptiveltern Verein Oberösterreich mitteln drin statt nur dabei sind. Natürlich wurde für Fritz* bereits eine Pflegefamilie gefunden und sollte dieser nach den Ansichten der Sozialarbeiter dort aufwachsen. Da stellt sich die Frage welche Grundrechte haben Eltern, die eben keine leichte Kindheit hatten? Offenbar keine, denn einer Familienbetreuung der Caritas hat man nur wenige Monate Zeit gegeben.

»PROJEKT "YES" SOLL ZUMINDEST IN STEYR ENTGEGENWIRKEN«

Projektleiterin Martina Kolar-Starzer des Magistrat der Stadt Steyr soll diesem Trend nun entgegenwirken. So kann sich Bürgermeister Ing. David Forstenlechner (SPÖ) gut vorstellen leerstehende Wohnungen als Raum für sozialpädagogische Wohngruppen selbst zu adaptieren anstatt externe freie Jugendwohlfahrtsträger in Anspruch zu nehmen. Nicht zuletzt bedarf es laut Forstenlechner aber einer verstärkten Präventionsarbeit, um zu verhindern, dass Familien immer mehr und mehr in den Sog nach unten geraten.

Für die Projektleiterin und ihre Spezialisten winken unterdessen für die besten Ideen Belohnungen, betont Forstenlechner und kann sich gut vorstellen, das Projekt "YES" nur kurzfristig in der roten Zahlenzone anzuordnen. Langfristig will mit dieser Offensive gespart werden, gibt sich zumindest der Bürgermeister von Steyr siegessicher!



*Namen der Redaktion bekannt und zum Schutze der Betroffenen geändert!