UN-Tag der Armut

ArmutArm ist wer nicht genug zu essen, kein Dach über dem Kopf, keine Möglichkeit auf Bildung, keine schützende Kleidung und keinen Zugang zu Spitälern hat.
Was heißt es aber in einem „reichen“ Land wie Österreich arm zu sein? Die sozialen Sicherungssysteme bewahren ÖsterreicherInnen vor dem Fall ins Nichts. Wie erklärt aber eine alleinerziehende Mutter ihren Kindern, dass ein Skikurs nicht drinnen ist, oder ein neues paar Sportschuhe erst wieder im nächsten Herbst gekauft werden kann.

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird auch in Österreich immer breiter. Schon jetzt sind in Österreich 160.000 Menschen ohne Krankenversicherung, ca. 900.000 Menschen sind armutsgefährdet. 57.000 Menschen in Österreich gehören zur Gruppe der „working poor“, Menschen die zwar Arbeit, trotzdem aber nicht genug zum Leben haben.

Diese Fakten gehen oft unter. Es sind nicht viele ÖsterreicherInnen die sich zu diesem Thema Gedanken machen, auch wenn es etwa durch „Pensionskürzungen“, immer wieder medial zur Diskussion kommt. Damit Themen wie diese aber auch Ihren Platz in der Gesellschaft finden gibt es in Österreich „Die Armutskonferenz“. Eine Vertretung für arme Menschen. Ein Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung.

Lobby der Armen und Ausgegrenzten - Die Armutskonferenz

Die ARMUTSKONFERENZ ist das Anti-Armutsnetzwerk der österreichischen Sozialorganisationen. Mitgliedsorganisationen sind Diakonie Österreich, Caritas Österreich, SOS Mitmensch, die Österreichische Hochschülerschaft und viele mehr.

In Salzburg fand 1995 die erste österreichweite Armutskonferenz statt. Hier formierte sich ein breites und buntes Bündel von Wohlfahrtsverbänden, Dachverbänden von Sozialinitiativen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Zusammenschlüsse von Armutsgefährdeten wie Alleinerziehende und Arbeitslose. Seitdem engagieren sich diese unter dem Namen "DIE ARMUTS-KONFERENZ", um das oft verschwiegene Problem von Armut und sozialer Ausgrenzung in Österreich zu analysieren und eine Verbesserung der Lebenssituation Betroffener zu erreichen.


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