9|11|Die Kolumne des Pädagogik Visionärs

Stephan writes, "Liebe INHR-Leser, -Sympathisanten und -Kritiker!

Sicherlich konnten Sie genauso wie ich das Schlächter Dasein in hiesigen Formaten wie der "Kleinen Zeitung" in Augenschein nehmen. Ein Thema das uns alle bewegt, der Sexuelle Missbrauch, ein Thema das uns nicht zuletzt in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr und mehr einholt. Gefolgt von Akteuren wie dem Star-Gutachter Prof. Max Friedrich, den ich an dieser Stelle gerne als meinen Studienprofessor grüßen möchte.
"

So geschehen dieser Tage am Landesgericht Klagenfurt, nachdem ein Mann zu 4 Jahren unbedingt (nicht rechtskräftig!) verurteilt wurde. Doch was haben der laut Kleinen Zeitung "mutmaßliche Kinderschänder" Reichmann und dieser Herr gemein? Beide stammen aus Kärnten und haben Töchter.
Reichmann jedoch hatte seine Stieftochter weder seit 1962 missbraucht noch ein Geständnis abgelegt. Bei Reichmann gibt es zudem bis heute keinerlei Opfer-Manifest. Vielmehr präsentiert Reichmann die 3. Wiederaufnahme in seinem seit mehr als 4-jährigen Justizkrimi, ein Novum in der 2. Republik das seines gleichen sucht!

Da ich das mutmaßliche Opfer bei Gericht begleite und psychologisch betreue steht es mir nicht zu weitere Details zu verstreuen. In Kärnten gibt es schließlich keine Missstände und der Rest fällt unter die Verschwiegenheitspflicht, besser bekannt als Amtsgeheimnis. Soviel sei aber gesagt, das mutmaßliche Opfer musste sich nicht nur den Schikanen Gleichaltriger aussetzen, sondern sah sich in den beengten Mühlen der Kärntner Amtsschimmel.

Doch wenden wir uns wieder den wichtigen Dingen dieser Woche zu. Jenen der Frau Christine Gaschler-Andreasch, jener sozialdemokratischen Genossin, nach deren Meinung es in der Kärntner Jugendwohlfahrt keine Missstände gibt. Vielmehr sieht sich die Sozialabteilung des Landes in ihrem Ruf ruiniert, wie sie anlässlich der Kleinen Berichterstattung vom 19. Oktober 2006 zum Ausdruck bringt. Herr Reichmann jedoch wartet bis heute auf jenes blau-blütige Dokument, das seine Schuld belegen sollte, demzufolge die Artikel auf INHR keinesfalls den Tatsachen entsprechen. Bis dahin dürfte wohl der Aussage des Chefanklägers Kranz Genüge getan sein, wenn dieser Reichmann Recht gibt, dass jeder einen solchen Verein gründen kann.

Und was tun wir? Wir begleiten Familien in ihrer Auseinandersetzung mit dem Jugendwohlfahrtsträger, hinterfragen ominöse und dubiose Gestalten die sich über Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit hinwegstellen und unterbreiten allen Gegnern das Offert eines runden Tisches zur Beseitigung jener Missstände, die es eben nicht gibt.

Erinnern wir uns aber zurück. An die Zeit als das "mutmaßliche Opfer" Reichmann's die Zwangsjacke verpasst wurde, um anschließend in den Gemäuern der Dr. Wurst Abteilung ein Plätzchen zu finden. Dort angekommen folgte das Martyrium im Gruselkabinett. Um diesem heiteren Amtstreiben der Frau Feldencer und dem Hr. Mag. Fejan der Jugendwohlfahrt Rechnung zu tragen, subsummiert man doch glatt jene illegalen Verfügungen nach § 215 ABGB, die unumwunden den Schreibtisch eines unparteiischen Pflegschaftsrichters finden sollten, das sie aber nie getan haben. Sogar auf mein Anfragen meinte das Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, das wäre schlichtweg Amtshaftung. Eine solche Verfügung kann keineswegs mit sozialer Sicherheit, geschweige denn mit Konsumentenschutz zu tun haben, wenn sie zwar binnen 8 Tagen bei Gericht einlangen sollte und andererseits in dieser Zeit Kinder amtlich geschützt werden könnten.

Stattdessen untermauern die Amtsschimmel und Protagonisten der psychiatrischen Einhelligkeit ihre Fähigkeiten darin, ein mutmaßliches Opfer sexuellen Mißbrauchs in die Enge zu treiben. Wird so etwa in Kärnten mit kleinen Seelen umgegangen, die geschändet wurden? Im AVS Gebilde scheint man von diesen Bedenken noch nichts gehört zu haben. Kein Wunder, muss die kostbare Zeit für Wichtigeres genutzt werden, wie zum Beispiel dem Smalltalk zwischen Eheleuten, geht es um den Erhalt der Verschwiegenheit.

Letztendlich stellt man sich die Frage ob eine Jugendwohlfahrt nicht in der Lage ist ihrem gesetzlichen Auftrag legitim gerecht zu werden. Ferner stellt sich aber auch die Frage der Sinnhaftigkeit solcher Anstalten wie sie die Dr. Wurst Abteilung darstellt, besser bekannt als Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters in den Fängen des Prim. Univ.Doz. Dr. Georg Spiel.

Offen gesagt befasst sich in Kärnten ein Jugendwohlfahrtsträger mit Verlaub im Bereich der Recherche von Almhütten und dem Dementi von Fakten in Form jener Artikel die von diesem Verein bis heute publiziert wurden. Währenddessen tummeln sich alleine auf den Straßen von Klagenfurt unzählige Jugendliche, die eigentlich in der Betreuung des hiesigen Magistrat stünden. Mädchen mit 12 Jahren prostituieren sich, werden straffällig und nehmen Drogen.

Und auf die Frage der Presse meint Frau Christine Gaschler-Andreasch auf ein Neues

"In der Jugendwohlfahrt unseres Landes gibt es keine Missstände!"


Ihr Stephan Tiefenbacher, der Pädagogik Visionär


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